Ein Date in Insadong

Vor kurzem waren der Beste und ich zusammen in Insadong (인사동) unterwegs, und haben zusammen einen schönen Nachmittag verbracht. Quasi der letzte in seinem Urlaub denn kurz danach ging für ihn die Uni wieder los. 

Insadong ist eines der Einkaufsviertel in Seoul, und ich sowohl bei Touristen als auch Koreanern gleichermaßen beliebt. Anders als z.B. in Dongdaemun (동대문) oder Myeong-dong (명동) geht es hier etwas ruhiger zu. Wobei ruhiger in einer Stadt wie Seoul immer noch eine Vielzahl von Menschen bedeutet. In Insadong sind vor allem kleine, traditionell gestaltete, Läden zu finden die verschiedene Souveniere verkaufen. Aber auch viele Antiquitäten, Hanbok Läden,  und verschiedene Kunsthandwerke kann man dort finden. Viele der dort angebotenen Artikel, werden oft von den Ladenbesitzern selbst hergestellt, und sind daher natürlich oft etwas teurer.  Auch Essen kann man dort übrigens sehr gut, manche Restaurants liegen gut versteckt in kleinen Seitenstraßen und werden daher oft von Angestellten mit großen Pfeilen in der Hand beworben, man sollte denen ruhig mal folgen, es lohnt sich wirklich. In Insadong steht übrigens auch der einzige Starbucks, wo der Firmenname in Hanguel geschrieben ist dementsprechend beliebt ist er als Fotohintergrund. 

Ssamziegil – 인사동쌈지길 (Quelle: Caspian blue – WikimediaCommons)

Wir sind eine Weile einfach nur die Straßen entlang spaziert und haben uns die Auslagen der Geschäfte angesehen. Einmal wollte ich eigentlich eine Handtasche kaufen aber der Beste hat mir vorgesabbelt wie viele ich schon habe und danach war ich beleidigt und wollte doch nicht mehr. Kurz darauf wurden wir dann von einem ziemlich fiesen Regenschauer überrascht, und meine Laune war etwas angekratzt. Aber der Beste kennt mich ja doch mittlerweile ganz gut so das wir erst mal eine Kleinigkeit Essen gegangen sind. Mit Essen bekommt man mich eigentlich immer, und wenn es dann auch noch gutes Essen ist, dann steigt meine Laune meist. *hust*

Danach hat uns unser Weg noch zum Ssamziegil Markt (인사동쌈지길) geführt, dies ist ein großes modernes Gebäude direkt an der Haupteinkaufsstraße in Insadong. Hier gibt es vor allem Accessoires, Handtaschen, traditionelle Gefäße, und natürlich auch immer mal wieder leckere Snacks. Mein Highlight dieses mal war das Untergeschoss. 

Dort sind verschiedene kleine Werkstätten eingerichtet worden, wo man unter Anleitung verschieden Dinge selbst herstellen kann. Das waren z.b. Seife, Gelkerzen, traditionelle Papierpuppe, Holzmalereien, und noch einiges mehr. In einer dieser Werkstätten konnte man sich Couple Armbänder kaufen, oder natürlich noch viel besser selber machen, das Angebot haben wir dann auch genutzt. 

Es stehen verschiedene Knüpftechniken zur Auswahl von der man dann eine Aussuchen kann, ich bin da rein nach Optik und nicht nach dem Schwierigkeitsgrad gegangen, glücklicherweise war das aber tatsächlich die einfachste Variante. 

Der Beste und ich sind fleißig

Im Anschluss konnte man sich bis zu drei Farben für das Lederarmband aussuchen, wir haben uns beide für ein dunkles Blau entschieden. Eben so kann der Verschluss ausgesucht werden, für unsere Armbänder waren das entweder Gold, Silber matt, oder Silber glänzend. Da es dem Besten egal war habe ich mich für Silber matt entschieden. Dann Handgelenke ausmessen, und los geht es.

Der Beste wollte sein Armband eigentlich selber machen, weil er Angst hatte das er es nicht kann und ich dann ein hässliches Armband tragen muss. Aber da hat die Workshop Leiterin ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn es wird immer das Armband des jeweils anderen gefertigt. Er war dann auch entsprechend hochkonzentriert bei der Arbeit, und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Uns gegenüber saß ein anderes Pärchen, wo der Freund ordentlich geflucht hat und auch des öfteren von neu anfangen musste weil er einen Fehler gemacht hatte, er tat mir echt ein bisschen Leid,  denn obwohl die beiden schon dort saßen als wir kamen sind wir vor Ihnen wieder gegangen.  Für die Armbänder haben wir einschließlich Gravur 30.000 Won bezahlt. 

Es war wirklich ein schöner Tag den wir Abends noch ganz entspannt im Restaurant haben Ausklingen lassen. 

Die Pärchen Kultur in Korea ist ziemlich ausgeprägt, es gibt Couple Shirts, Socks, Schuhe, Armbänder etc. pp. Einiges davon gefällt mir persönlich gar nicht weil ich es zu kitschig finde, oder einfach blöd. Aber unsere Armbänder mag ich sehr, vor allem weil wir es für den jeweils anderen gemacht haben.Was haltet ihr von solchen Couple Sachen ??

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4 comments

  1. Evanesca Feuerblut says:

    Das klingt nach einem wirklich netten Tag… Jetzt würde ich am Liebsten selbst mal hinfliegen und mir das alles ansehen, aber hach, das liebe Geld wächst nicht auf Bäumen :'(

    Pärchensachen… Hm, ich weiß nicht. Eure Armbänder sehen sehr schlicht und damit edel aus, passen auch zu allem und finde ich eigentlich ganz nett.
    Nur würde mein Freund vermutlich nichts davon mitmachen, er trägt einfach so ungern irgendwas am Handgelenk xD.
    Partnerschuhe würde ich aber nicht tragen :O

  2. Julia says:

    Uhhh das hört sich interessant an. Ich habe ja vor ein Auslandssemester in Südkorea zu machen. Bin zwar nicht direkt in Seoul aber in der Nähe dann.
    Schreibe ich mir mal direkt auf, damit ich es nicht vergesse anzuschauen, wenn es soweit ist. Ich will unbedingt den Werkstätten einen Besuch abstatten.

    • Jenny says:

      Oh wie schön, ich bin sicher es wird dir hier gefallen. Falls du den Werkstätten einen Besuch abstattest würde ich mich freuen zu lesen wie es dir gefallen hat ^^

  3. Aki says:

    Schicke Armbänder sind’s geworden!
    Pärchensachen.. nuja. Mal so, mal so. Sowas wie die Armbänder von euch, das find ich niedlich und schön. Aber ich möchte jetzt nicht unbedingt im Partnerlook rumlaufen, von den Socken (Hallo, Socken!?) bis zum Hemd.. aber wem’s gefällt, bitte. 😉

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