ohne ende Zeug

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In letzter Zeit packt mich manchmal der Rappel wenn ich mich in meiner Wohnung umgucke. Überall ist Kram und von allem irgendwie viel zu viel. Dabei sagen meine Freunde immer das ich gar nicht soviel Sachen in meiner Wohnung habe. Und trotzdem empfinde ich es so.

Ich fange jetzt nicht an über Minimalismus und nur 100 Dinge besitzen zu reden, dass bin ich auch nicht. Es gibt genug Dinge in meiner Wohnung die keinen zweck erfüllen sondern einfach nur hübsch sind oder mit denen ich irgendwelche Erinnerungen verbinde.

Aber manchmal packe ich mir trotzdem ne große Tüte und miste aus, danach fülle ich mich besser, irgendwie ein bisschen leichter und genieße die daraus entstandene Ordnung in meiner Wohnung.

Das ist in sofern lustig, da ich eigentlich von Natur aus ein ziemlicher Chaot bin, oder war ?? Vielleicht liegt es auch am Alter ?

Denn in den letzten zwei Jahren sind Ordnung, Sauberkeit und Struktur extrem wichtig für mich geworden. Als Kind und Jugendliche herrschte in meinen Zimmern immer ein extremes Chaos, und meine Eltern haben mir immer angedroht das wenn sie aufräumen alles was auf dem Boden liegt in den Müll kommt. Irgendwann haben Sie das tatsächlich sogar mal gemacht, natürlich haben Sie nichts in den Müll geschmissen sondern es auf dem Dachboden gestellt, aber erstmal war ich natürlich geschockt, und soweit ich mich erinnere auch ziemlich sauer. Hat aber nichts geholfen Ordnung und ich das passte nicht zusammen. Und als ich dann meine erste eigene Wohnung hatte hat sich das auch nicht geändert, diese ganzen Haushaltsdinge waren eher mühselig und ich hatte große mühe die Wohnung auf einem vernünftigen Sauberkeits – Level zu halten. Ich hatte mich eigentlich schon damit abgefunden das ich eher der Chaot bin und mich dazu zwingen muss immer schön regelmäßig alles aufzuräumen, do-to-listen sei dank klappte das auch ganz gut.

Und nun ist es ganz anders, Unordnung macht mich nervös und führt dazu das ich mich in meinen vier Wänden nicht mehr wohlfühle, und irgendwie auch schlechter gelaunt bin. Ausnahme ist die Klausurphase da herrscht hier „Chaos“, denn da bestehen meine Tage nur aus lernen und schlafen, da bleibt fürs Putzen nicht soviel Zeit.

Habt ihr vielleicht auch schon mal solche grundlegenden charakterlichen Veränderungen durch gemacht ?

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3 comments

  1. Anna says:

    Ich habe irgendwann mit ca. 23/24 angefangen leidenschaftlich zu kochen, dass war früher auch keins meiner Hobbys. Meiner Ansicht nach ist es normal das man sich ständig weiter entwickelt und verändert.

    LG Anna

  2. Denise says:

    Ich befinde mich gerade in genau demselben Wandel: Ich und aufräumen ist eine Katastrophe: Dann fällt einem ein altes Buch in die Hände und ich fange an Ort und Stelle an es noch einmal zu lesen. Eine CD zu hören. Zu googlen, ob es Nachfolger gibt. Eine Aufräumaktion kann bei mir daher laange dauern. Wenn die Ordnung einmal da ist liebe ich sie dann aber. Ich hasse die Unordnung, und noch viel mehr den Weg aus der Unordnung heraus. Aber wenn ich erst einmal eine eigene Wohnung habe, in der ich unbegrenzt Stauraum habe, wird es definitiv besser, derzeit hab ich einfach nicht genug Schränke und Schubladen 😀

  3. Moony says:

    Hallihallo! 🙂

    Mir geht’s da recht ähnlich. Meine Ma drehte zu Hause auch immer am Rad, wenn sie mein Zimmer betrat und ehrlich gesagt, hat sich das bis heute kaum geändert. Dass ich seit November in einer WG wohne hat aber dazu beigetragen, dass ich doch regelmäßig (zumindest die gemeinsam genutzten Flächen) putze, wobei ich das immer noch als eher „meh“ empfinde als alles andere – von meinem Zimmer ganz zu schweigen.
    Ich muss aber sagen, so ein wenig Chaos brauche ich durchaus in meiner Umgebung. Allerdings hat sich das dahingehend geändert, dass ich von Zeit zu Zeit sehr radikal aufräume und einen ganzen Tag lang alles umstelle, aufräume, ausmiste, etc. 😀

    Liebe Grüße
    Moony

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